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Mitteilungen der Gemeinde

21.09.2022

Panketal erhält sieben Stolpersteine

Im Oktober dieses Jahres werden sieben Stolpersteine an 4 ausgewählten Orten in Panketal verlegt. Sie erinnern an jüdische Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes, die während der NS-Zeit ermordet wurden. Die kleinen, aber auffälligen Mahnmale werden an ihrer letzten selbst gewählten Adresse in den Gehweg eingelassen. Die Verlegung beginnt am 10.10.2022 um 9:00 Uhr in der Goslarer Straße 8 und endet in der Heinestraße 58. Der Panketaler Geschichtsverein „Heimathaus“ e.V. würde sich über rege persönliche Teilnahme freuen und weist darauf hin, dass dies ohne vorherige Anmeldung möglich ist.

Am 09.10.2022 soll mit einer Gedenkstunde an die sieben ermordeten jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner erinnert werden. An der Gedenkstunde, die um 19:00 Uhr beginnt und im Rathaussaal der Gemeinde Panketal stattfindet, werden voraussichtlich auch die Überlebenden des Holocaust der Familie Benning anwesend sein. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Anzahl der Plätze wird um rechtzeitige vorherige Anmeldung Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon-Nr. 030 / 94 41 53 00 gebeten. Vorsorglich weisen der Geschichtsverein und die Kunstbrücke Panketal darauf hin, dass beide Veranstaltungen unter dem Vorbehalt der dann gültigen Coronaschutzbestimmungen stehen.

Im November 2021 wurde im Beisein von Überlebenden des Holocaust der Entschluss gefasst, in Panketal Stolpersteine zu verlegen. Der Panketaler Geschichtsverein reichte diesen Vorschlag für das Bürgerbudget 2022 ein. Die Panketaler Bürgerinnen und Bürger wählten ihn auf den 2. Platz. Auf einem 10x10 cm großen Messingblech werden unter der Überschrift „Hier wohnte“ der Name, Geburts- und Todesdaten sowie Hinweise zum Schicksal der Person eingraviert. Diese Metallplatte wird auf einem Stein befestigt, der dann in den Gehweg eingelassen wird. Sie sollen als Zeichen verstanden werden, um eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte hervorzuheben. Als mahnende Erinnerung daran, dass radikale Kräfte, die keinen Widerspruch duldeten, die europäische jüdische Bevölkerung gnadenlos verfolgt und über 6 Millionen jüdische Menschen ermordet haben.

Die Stolpersteine sind eine Initiative von Gunter Demnig. Der Künstler verlegte seit 1992 in 1.265 Kommunen Deutschlands und in 21 Ländern Europas persönlich diese Steine. So wurden bis jetzt über 90.000 Stolpersteine verlegt. Dafür wurde der Kölner mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.