Bebauungspläne in Aufstellung

B-Plan „Karower Straße", OT Schwanebeck

 

Bekanntmachung Aufstellungsbeschluss (PDF)

Bekanntmachung frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung (PDF)

Bekanntmachung der Offenlage zum Bebauungsplan Nr. 28 P "Karower Straße", OT Schwanebeck

Die Gemeindevertretung Panketal hat in der öffentlichen Sitzung am 23.06.2020, fortgeführt am 24.06.2020, die Durchführung der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung gemäß §§ 3 und 4 BauGB für den Bebauungsplan Nr. 28 P „Karower Straße“ im Ortsteil Schwanebeck beschlossen.

Der Geltungsbereich umfasst die Flurstücke 720 und teilweise 1106 der Flur 7, Ortsteil Schwanebeck (Ackerfläche und Regenrückhaltebecken an der Karower Straße). Ziel des einfachen Bebauungsplans ist die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlage zur Errichtung eines ca. 8.000 m² großen Spielplatzes auf der derzeit als Ackerland genutzten Fläche an der Karower Straße. Als weiteres Ziel soll das angrenzende, bereits vorhandene, Regenrückhaltebecken mit seinen Grünanlagen langfristig planungsrechtlich gesichert werden. Der im Süden des Geltungsbereichs verlaufende Kappgraben wird im Rahmen der Planung zusätzlich als Wasserfläche gesichert.

Der beigefügte Planausschnitt ist maßgebend für die Lage des Bebauungsplangebietes (Darstellung auf der Grundlage von Daten des Landes Brandenburg (ALKIS), (Quelle: © GEOBasis-DE/LGB 2017).

 

Der Entwurf des Bebauungsplanes (Stand 07/2020) mit der Begründung und den nach Einschätzung der Gemeinde wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen liegt gemäß § 3 Abs. 2 BauGB und 4 Abs. 2 BauGB in der Zeit vom

20.07.2020 bis einschließlich 21.08.2020

öffentlich aus und kann während der folgenden Zeiten

Montag von 08.30 Uhr bis 14.00 Uhr
Dienstag von 08.30 Uhr bis 18.30 Uhr
Mittwoch von von 08.30 Uhr bis 14.00 Uhr
Donnerstag von 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Freitag von 08:30 Uhr bis 14.00 Uhr

bei der Gemeinde Panketal, Schönower Str. 105 in 16341 Panketal eingesehen werden. Zusätzlich können gesonderte Termine zur Einsichtnahme vereinbart werden.

Während dieser Frist können von jedermann Stellungnahmen schriftlich abgegeben (auch per E-Mail) oder zur Niederschrift bei der Gemeinde Panketal, Schönower Str. 105, Orts- und Regionalplanung, in 16341 Panketal, vorgebracht werden.

Die Unterlagen werden in einem separaten Raum im Rathaus der Gemeinde Panketal zugänglich gemacht. Dieser Raum kann aus Gründen des Infektionsschutzes und der Vorsorge durch die Bürger*innen nur einzeln betreten werden. Wir empfehlen zur persönlichen Einsichtnahme der Unterlagen eine vorherige telefonische Terminvereinbarung (vgl. Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts Beschluss vom 27.5.2013 – 4 BN 28.139).

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf Grundlage des § 3 BauGB in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 Buchst. e DSGVO und dem Brandenburgischen Datenschutzgesetz. Sofern Sie ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt: Informationspflichten bei der Erhebung von Daten im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung nach BauGB (Art. 13 DSGVO), welches mit ausliegt.

Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.

Zu den wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Informationen, die im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung mit ausgelegt werden gehören:

- Geotechnischer Bericht/ Hydrogeologisches Gutachten - Regenentwässerung Wohngebiet TEG IV „Neu-Buch“ (östlicher Teilbereich des Plangebietes), Ingenieurbüro Knuth GmbH, Hohen Neuendorf, Stand 03/2012
- Artenschutzfachbeitrag, Büro IBE - Ingenieurbüro Dr. Eckhof GmbH, Ahrensfelde, Stand 10/2019 - redaktionell geändert 04/2020
- Eingriffs-Ausgleichs-Planung, Büro IBE - Ingenieurbüro Dr. Eckhof GmbH, Ahrensfelde, Stand 02/2020 – angepasst 05/2020
- Schallgutachten, Büro sfi – sachverständige für Immissionsschutz GmbH, Berlin, Stand 05/2020

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

I Umweltbericht

1. Einleitung
Zur Einführung werden grundlegende Aussagen zur Methodik bei der Erstellung des Umweltberichtes, die Lage des Geltungsbereiches des Bebauungsplans im Raum, die Ziele und Inhalte des Bebauungsplans sowie Umweltschutzziel einschlägiger Fachgesetzte und Fachplanungen dargelegt.

2. Beschreibung und Bewertung der Umweltauswirkungen
Die Beschreibung und Bewertung der Umweltauswirkungen wird inhaltlich in drei Teilbereiche untergliedert.
Als Erstes erfolgt eine Bestandsaufnahme und Bewertung des Ist-Zustandes des Schutzgutes Boden, des Schutzgutes Wasser (Oberflächengewässer und Grundwasser), des Schutzgutes Klima und Luft, des Schutzgutes Arten und Biotope, des Schutzgutes Landschaftschaft, des Schutzgutes Mensch (Erholung und Emissionen/Immissionen) und des Schutzgutes Kultur- und Sachgüter sowie der Wechselwirkungen der einzelnen Schutzgüter.

Darauf aufbauend werden Prognosen zur Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung der Planung (Spielplatz) auf die o.g. Schutzgüter sowie bei Nichtführung der Planung erstellt. Eine Untersuchung ergab, dass das Schutzgut Kultur- und Sachgüter nicht von der Planung betroffen ist. Bei den Schutzgütern Wasser, Klima, Luft, Biotope und Landschaft wird die Beeinträchtigung durch die vorgesehene Planung als gering bewertet. Durch die mit der Anlage des Spielplatzes verbundene Versiegelung von Flächen wird die Beeinträchtigung des Schutzgutes Bodens als erheblich eingestuft. Eine Beeinträchtigung des Schutzgutes Arten kann durch das potenzielle Vorkommen von Amphibien, welche die Ackerfläche als Lebensraum nutzten, nicht ausgeschlossen werden. Beim Schutzgut Mensch steht, durch die Schaffung von neuen Spiel- und Freizeitangebote, die Aufwertung der Erholungsfunktion der daraus resultierenden erhöhten Lärmimmission gegenüber.

Für die Schutzgüter für die durch die Planung eine Beeinträchtigung zu erwarten ist, werden Maßnahmen zur Vermeidung, zum Ausgleich und zum Ersatz von Beeinträchtigung der Schutzgüter geplant. Bei Umsetzung der Maßnahmen kann die zu erwartende Bodenversiegelung vollständig und gleichwertig kompensiert, die Beeinträchtigung der Amphibien vorgebeugt und die Beeinträchtigung der anderen Schutzgüter verringert werden.
Die Vermeidungsmaßnahmen werden durch die Standortwahl bzw. durch Hinweise/Festlegungen im Rahmen der textlichen Festsetzungen im Bebauungsplan umgesetzt. Um die Auswirkungen der zusätzlichen Lärmimmissionen möglichst gering zu halten, wurden im B-Plan zudem aktive Lärmschutzmaßnahmen festgesetzt. Die Umsetzung der Kompensationsmaßnahmen ist im Zuge eines konkreten Bauantrages für den Spielplatz sicherzustellen.

3. Zusammenfassung
Abschließend werden die Ergebnisse des Umweltberichtes zusammengefasst.

 

II Geotechnischer Bericht/ Hydrogeologisches Gutachten - Regenentwässerung Wohngebiet TEG IV „Neu-Buch“ (östlicher Teilbereich des Plangebietes) , Ingenieurbüro Knuth GmbH, Hohen Neuendorf, Stand 03/2012

mit Aussagen zu regionalen-, geographischen- und hydrogeologischen Verhältnissen, Baugrund- und (Grund-)Wasserverhältnissen, bodenmechanischen und bodenchemischen Untersuchungen und hydraulischen Einflüssen. Des Weiteren enthält das Gutachten Schlussfolgerungen bezüglich der Qualität des Baugrundes und Bauhinweise.

 

III Artenschutzfachbeitrag, Büro IBE - Ingenieurbüro Dr. Eckhof GmbH, Ahrensfelde, Stand 10/2019 - redaktionell geändert 04/2020

mit Aussagen zur Methodik/Datenerhebung, dem Untersuchungsgebiet bzw. den Standortbedingungen, zu vorhabenbedingten Wirkfaktoren, zum Ergebnis der Kartierung/Untersuchung von Vögeln (26 Arten - 20 Brutvögel und 6 Nahrungsgäste - wobei keine Vögel auf der Ackerfläche festgestellt wurden), Zauneidechsen (kein Nachweis) und Amphibien (potenziell vorhanden) sowie, nach einer Relevanzprüfung, Vermeidungs- und Ausgleichmaßnahmen zum Schutz der Arten.

 

IV Eingriffs-Ausgleichs-Planung, Büro IBE - Ingenieurbüro Dr. Eckhof GmbH, Ahrensfelde, Stand 02/2020 – angepasst 05/2020

mit Aussagen zur Ausganssituation im Geltungsbereich des Bebauungsplans, zur gegenwertigen und geplanten Nutzung des Gebietes, zum Eingriff in Natur und Landschaft durch die Befestigung von Flächen im Geltungsbereich sowie durch die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Des Weiteren werden der Kompensationsbedarf abgeleitet, die Eingriffe in Natur und Landschaft schutzgutbezogen bewerte sowie Maßnahmen für Ausgleich und Ersatz entwickelt und bilanziert.

 

V Schallgutachten, Büro sfi – sachverständige für Immissionsschutz GmbH, Berlin, Stand 05/2020

mit Aussagen zur Beurteilungsgrundlage für Schallauswirkungen im und um den Geltungsbereich des Bebauungsplans, zum Standort, zum Vorhaben und dessen Problemstellung, zu beurteilungsrelevanten Immissionsorten (Wohnhäuser) in der Umgebung des Geltungsbereiches, zu den geplanten Emissionsquellen (Bolzplatz/Streetballplatz, Skateanlage, Kletterspielplatz/Seilbahn, Tischtennisplatz, Sitzbereich unter dem Sonnensegel und Pkw-Parkplatzgeräusche) und zu Transmissionsdaten. Des Weiteren werden für verschiedene Szenarien (Spielplatzvariante 1 und 2 sowie verschiedene Wochentage, Uhrzeiten, Schallschutzmaßnahmen und Höhen der Immissionspunkte) Schallausbreitungsberechnungen der geplanten Nutzung dargelegt, Geräuschspitzen beurteilt, die Qualität der vorherigen Prognosen eingeschätzt sowie abschließend das Vorhaben und dessen Immissionsbeiträge, mit und ohne Berücksichtigung der geringen Schutzwürdigkeit von Wohnhäuser an der Grenze zum Außenbereich, bewertet und die Notwendigkeit von Schallschutzmaßnahmen im Bebauungsplan aufgezeigt.

Der Inhalt der ortsüblichen Bekanntmachung nach § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB und die nach § 3 Abs. 2 Satz 1 BauGB auszulegenden, oben genannten Unterlagen werden während des Auslegungszeitraumes zusätzlich auch auf der Homepage der Gemeinde Panketal – www.panketal.de – veröffentlicht.

B-Plan 28 P - Planzeichnung

B-Plan 28 P - Begründung inkl. Umweltbericht

B-Plan 28 P - Artenschutzfachbeitrag

B-Plan 28 P - Eingriffs-Ausgleichs-Planung

B-Plan 28 P - Schallgutachten

B-Plan 28 P - Geotechnischer Bericht/ Hydrogeologisches Gutachten

Panketal, den 25.06.2020

 

M. Wonke
Bürgermeister